Unser
Ziel
letzte Aktualisierung: 25. 1. 2011
Die Überführung des ehemaligen RAF-Flugplatzes Laarbruch in den zivil genutzten "Airport Weeze" (vormals "Airport Niederrhein") begrüßen wir. Das Projekt bietet mittelfristig die größte Chance, den durch den Abzug der Royal Air Force (RAF) entstandenen Verlust an Arbeitsplätzen (ca. 600 Zivilangestellte) bzw. Wertschöpfung (ca. 100 Mio. DM/ 52 Mio.
€) für die Region zu kompensieren. Langfristig kann der Airport Weeze den
regionalen "finanziellen Input" der ehemaligen RAF-Laarbruch sogar weit übertreffen. Bis zum Jahr 2015
wurde von unabhängigen Gutachtern mit einer Wertschöpfung von 150 Mio.
€ gerechnet (Stand: 2001).
Die Prognosen wurden inzwischen weit übertroffen. Am Flughafen Weeze
sind seit der Privatisierung 2001 und dem Start des zivilen
Flugbetriebes am 1. Mai 2003 weit über 1000 Arbeitsplätze geschaffen
worden, und auch die Wertschöpfung dürfte inzwischen entsprechend höher
sein (Stand: August 2009). Bezogen auf die Passagierzahlen liegt Weeze seit
2009 auf Platz 3 in Nordrhein-Westfalen.
Die politische
Entscheidung zugunsten einer fliegerischen Folgenutzung
des Geländes ist bereits 1993 getroffen worden; mit der
Gründung der "Flughafen Niederrhein GmbH" (FN) durch die
kommunalen Verantwortungsträger war es öffentlich bekannt,
dass die zivile Nutzung des Flughafens nach Abzug der Briten angestrebt
wurde. Bis auf die "Grünen" waren und sind alle anderen Parteien in den
kommunalen Gremien für die Realisierung des Projekts, das damit in
besonderem Maße demokratisch legitimiert ist. Seitdem arbeiten Politik, Behörden und die privaten
Investoren intensiv an der Verwirklichung des Konzeptes. Alternative
Nutzungsmodelle (Auskiesung, Gewerbegebiet o. ä.) wurden
eingehend
geprüft und schließlich verworfen, da keine dieser Optionen
auch nur annähernd so große Entwicklungschancen - und in
der
Folge Arbeitsplätze bzw. Wertschöpfung - erwarten lassen
konnte.
Wer sich nach
Gründung der FN (1993) in der Einflugschneise
ansiedelte, musste wissen, dass er damit ein hohes Risiko einging, wenn
auf eine endgültige Schließung des Airports gehofft wurde.
Das
erklärte Ziel der FN, die zivile Folgenutzung des Flughafens, war
allgemein bekannt. Viele Zugezogene haben aber auf ein Scheitern des
Konversionsprojektes gehofft und auf eine Wertsteigerung neu erworbenen
Grundes in der Einflugschneise spekuliert. Zu dieser Fehlkalkulation hat
beigetragen, dass einige Vertreterinnen und Vertreter aus der
Gegnerschaft die lange Realisierungsphase von 1993 bis 2003 voreilig und
fahrlässig als Zeichen des Scheiterns des Konversions-Projektes
Laarbruch interpretiert, dies öffentlich propagiert und damit falsche
Hoffnungen (auf ein Misslingen) geweckt haben. Überhaupt dominieren
Zugezogene die Gegnerschaft; die meisten von Ihnen haben den
lärmintensiven Flugbetrieb zu Zeiten der RAF (insbesondere vor 1992) gar
nicht mehr erlebt und verfügen daher nur über eine beschränkte Einsicht
in entsprechende Zusammenhänge; falsche Schlüsse und fehlerhafte
Vergleiche sind die unvermeidliche Folge. Unter
den alteingesessenen Anwohnern wird der aktuelle Flugbetrieb in Kenntnis dieser
Vorbelastung dagegen sehr gelassen gesehen.
Über derartige Hintergründe aufzuklären und der schweigenden Mehrheit, die das Projekt befürwortet, eine Stimme zu geben, ist eines unserer Ziele. Umfragen belegen die enorme Zustimmung für den Airport Weeze bei der unmittelbar betroffenen Bevölkerung (s. Rubrik "Aktivitäten").
Die 2003 gegründete Aktionsgemeinschaft "pro:niederrhein" ist abgesehen
von der positiven Grundhaltung zum Flughafen Weeze überparteilich,
politisch neutral und unabhängig.
Inzwischen ist die
Entwicklung des zivilen Airports Weeze so weit
gediehen, dass es kein Zurück mehr gibt. Das Projekt ist zum
Erfolg verurteilt, da zu diesem Zeitpunkt erhebliche Summen von
Seiten
der privaten Investoren (rund 60 Mio. €), aber auch beachtliche staatliche Mittel als Anschubfinanzierung in den Aufbau des Airports Weeze geflossen sind (ca. 3,5 Mio. € erfolgsabhängige
Fördermittel, rund 26,5 Mio. € als Kredit zu marktüblichen Zinsen). Ein Scheitern des
Projektes zum jetzigen Zeitpunkt wäre daher für den Kreis und damit für "den
Steuerzahler" ein Desaster. Daran kann niemand ein Interesse haben.
Die jahrelange juristische
Auseinandersetzung um die Betriebsgenehmigung für den Flughafen hat mit
der außergerichtlichen Einigung mit der letzten Klägerin, der Gemeinde
Bergen (NL), im Mai 2010 ein Ende gefunden. In Anbetracht der
Einstellung des Gerichtsverfahrens ist
das ursprüngliche Ziel der Flughafengegner, den
Betrieb des Airports zu stoppen, endgültig gescheitert. Die Bürgerinnen
und Bürger der Gemeinde Bergen (NL) sind im Mai 2010 angemessen
entschädigt worden. 1300 Häuser bekommen vom Flughafen wirksamen
Lärmschutz finanziert.
Die deutschen Kläger
wurden bereits Anfang 2010 finanziell entschädigt; 120 Mitglieder des Klagevereins
"Stopp-Laarbruch" haben jeweils 5000,- € Abfindung vom Flughafen
erhalten (Stand: Mai 2010).
Weiterer Widerstand gegen
das Projekt ist im juristischen Sinne zwar sinnlos geworden, könnten die
Entwicklung des Flughafens aber weiter erschweren, denn genauso wie ein
positives Umfeld anziehend wirkt, wirkt ein fortgesetzter Widerstand
gegen das Projekt abschreckend auf potentielle Investoren. Daher rufen wir auch die
letzten verbliebenen Gegner des Airports auf, den Blick
nach vorne zu richten und im Sinne einer gedeihlichen Zukunft der
Region zusammen zu arbeiten. Es ist zu spät für andere
Nutzungsmöglichkeiten des Geländes; jeder Widerstand gegen
das Projekt gefährdet bereits vorhandene und künftige
Arbeitsplätze und damit die Entwicklung der ganzen Region.
Wir sind überzeugt, dass der
Flughafen gegen alle Widerstände am Ende eine Erfolgsgeschichte wird. Dafür
setzen wir uns ein; wir wollen die Entwicklung des Airports daher
wohlwollend, aber auch kritisch begleiten.
Wir über uns:
Die Mitglieder der Aktionsgemeinschaft „pro:niederrhein“ sind Weezer Bürger, in Weeze aufgewachsen oder wohnen und arbeiten in der Region beiderseits der Grenze. Viele von uns hatten persönliche Kontakte zu den Briten und kennen den Flug-Betrieb noch aus den Zeiten der Royal Air Force
(bis 1999). Unser Interesse gilt dem Erfolg des „Airport Weeze“ (Niederrhein), damit die Region davon profitiert und Arbeitsplätze entstehen. Keiner von uns arbeitet für den „Airport Weeze" (Niederrhein) oder für eine der daran angebundenen Firmen. Auf diese Unabhängigkeit legen wir besonderen Wert.
Für namentlich gekennzeichnete Beiträge zeichnen ausschließlich die Autoren verantwortlich.
Mitglieder:
Maik Sohl, Kevelaer
(Technische Beratung und Umsetzung)
Martin Kobal, Geldern
(Technische Beratung, Grafik, Presseschau)
Ilona Knechten, Weeze
(geboren und aufgewachsen in Weeze, zuständig für
Finanzielles)
Ron K., Horst (Niederlande)
("unser Mann aus Holland"; Experte für den Flugbetrieb der RAF Laarbruch, leidenschaftlicher "Spotter")
Christian Egner
(aufgewachsen in Weeze; unser Rechtsexperte,
Forumsverantwortlicher)
Markus Prediger, Moers
(News, Presseschau, Flugplan "spezial")